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Blaulicht: Welche Lösungen für welche Gefahren?
Wenn Sie jeden Tag mehrere Stunden vor dem Bildschirm Ihres Smartphones, Computers oder eines anderen Geräts verbringen, setzen Sie sich intensiv dem Blaulicht aus. Das bleibt nicht ohne Folgen: Migräne, Schlafstörungen, müde Augen, vorzeitige Alterung des Auges...
Was ist Blaulicht, wie wirkt es sich auf unsere Augen (und unser Gehirn) aus und vor allem: Wie können wir uns wirksam davor schützen?
Das blaue Licht von Bildschirmen, ein zunehmend besorgniserregendes Problem
Licht spielt eine sehr wichtige und positive Rolle in Ihrem Leben. Auch wenn es für den Körper unverzichtbar ist, können einige seiner Bestandteile Ihrem Sehvermögen schaden.
Im „Regenbogen“-Spektrum des sichtbaren Lichts (siehe Grafik unten) teilt sich das blaue Licht in zwei sehr unterschiedliche Arten von Strahlung.
Zum einen gilt das „blau-türkise“ Licht (455 nm bis 495 nm) als lebenswichtig für den Körper. Es trägt zu unserem Aufwachen, unserem Einschlafen und ganz allgemein zu unserem Wohlbefinden bei.
Zum anderen beschleunigt das blau-violette Licht (380 nm bis 455 nm) die Alterung unserer Zellen. Es wird von der Augenlinse nur teilweise gefiltert, dringt tief ins Auge ein und trifft auf den zentralen Bereich der Netzhaut. Und genau dieser kleine Bereich verarbeitet 90 % der visuellen Informationen, die Ihr Auge empfängt.
Je kürzer die Wellenlänge eines Lichts, desto stärker belastet es das Auge, das es wahrnimmt, denn es erzeugt eine große Menge an Energie.

Die Sonne strahlt dieses blaue Licht aus, ebenso wie LEDs... und natürlich Bildschirme jeder Art. Blaulicht ist also in unserem Alltag allgegenwärtig, bei der Arbeit, in der Freizeit und überall sonst. Doch es ist nicht harmlos, und die Beweise für seine Schädlichkeit häufen sich von Jahr zu Jahr.
Die schädlichen Auswirkungen von Blaulicht auf kurze und mittlere Sicht
Mehr Digitales bedeutet auch mehr Zeit vor Bildschirmen, egal in welchem Kontext: in der Familie, privat oder beruflich. Sie sind überall, der Beweis: Wir verbringen im Durchschnitt 2.000 Stunden pro Jahr vor einem Bildschirm und schauen 58 Mal am Tag auf unser Smartphone.

Die schädlichen Auswirkungen von Blaulicht sind zahlreich und reichen von Einschlafproblemen über Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen und müde Augen bis hin zu einem erhöhten Risiko für AMD (Alterung der Netzhaut).
Mehreren Studien zufolge beeinflusst Blaulicht auch unsere innere Uhr und wirkt sich negativ auf den Schlafrhythmus aus.
Wie lässt sich also die Wirkung von Bildschirmen auf die Gesundheit der Augen begrenzen, wenn wir anscheinend nicht mehr ohne sie auskommen? Mit der richtigen Ausrüstung, denn das ist heute mit bestimmten Blaulichtbrillen und Bildschirmbrillen möglich.
Die unerwünschten Wirkungen des Blaulichts von Bildschirmen zu bekämpfen, wird also zur Priorität. Doch um in diesem Kampf voranzukommen, muss man zuerst seinen Feind gut kennen.
Blaulicht schadet der Netzhaut, aber auch dem gesamten Organismus. Hier sind die wichtigsten Folgen einer längeren Belastung durch Blaulicht.
Müde Augen werden zur Normalität
Blaulicht erzeugt viel Energie und ermüdet das Auge, das ihm ausgesetzt ist, enorm. Wenn Sie bei der Arbeit am Computer das Bedürfnis haben, die Helligkeit zu reduzieren oder den Kontrast anzupassen, sind Ihre Augen ermüdet. Das Gleiche gilt, wenn die Sicht verschwommen wird, die Augen trocken wirken und jucken oder Schmerzen im Nacken auftreten, weil Sie den Kopf nach vorne schieben, um die Anpassungsschwierigkeiten der Augen auszugleichen.
70 % der Erwachsenen mit müden Augen unternehmen offenbar nichts dagegen.
Wiederkehrende Kopfschmerzen
Augenmigräne (oder „Aura“) ist eine belastende Form von Kopfschmerzen. Sie hängt mit müden Augen zusammen und entsteht durch visuelles Unbehagen: Die Netzhaut muss sich anstrengen, um die Helligkeit zu verarbeiten und sich anzupassen, was die Durchblutung des Auges verringert und Schmerzen verursacht.
Konzentrationsschwierigkeiten im Alltag
Zu viel Zeit vor Bildschirmen schadet der Konzentrationsfähigkeit. Das liegt diesmal nicht an müden Augen, sondern am Gehirn. Auf Bildschirmen fließen Informationen schneller, und wir sind in kurzer Zeit Tausenden von Reizen ausgesetzt. Die Ausschüttung von Dopamin (dem Hormon des Belohnungssystems) wird dadurch stark angeregt.
Das Gehirn bevorzugt also Bildschirme und eine Denkweise, die mehr auf Unmittelbarkeit als auf Nachdenken beruht. Wir langweilen uns schneller und die Aufmerksamkeit sinkt. Kurz gesagt: Neben Bildschirmen wirkt alles fade und langweilig (und das oft unbewusst).
Ein erhöhtes Risiko für AMD (altersbedingte Makuladegeneration)
AMD ist eine Augenkrankheit, die auf die Alterung der Netzhaut und des Auges im Allgemeinen zurückgeht. Sie äußert sich in einer Abnahme des Sehvermögens und in schwarzen Flecken im Gesichtsfeld, manchmal bis hin zu einer teilweisen Sehbehinderung, wenn die Behandlung nicht schnell genug erfolgt.
Eine längere Belastung durch Blaulicht soll zudem die Fotorezeptorzellen der Netzhaut zerstören. Sie wäre damit der Hauptfaktor für den vorzeitigen Verlust der Sehqualität, was unter anderem die Zunahme der Kurzsichtigkeit bei jungen Menschen erklärt.
Schlafstörungen
Blaulicht steigert die Aktivität der lichtempfindlichen Zellen, das heißt, es lässt Körper und Gehirn „glauben“, dass es noch Tag ist und daher nicht Zeit zum Schlafen.
Zwischen Schlafstörungen und Schlaflosigkeit durch Blaulicht leiden manche Menschen unter einer Müdigkeit, die von Woche zu Woche schlimmer wird. Die Produktion von Melatonin (dem Schlafhormon) sinkt, was das Gehirn daran hindert, in den Ruhemodus zu wechseln.
Wie können Sie sich wirksam vor Blaulicht schützen?
Die gute Nachricht: Je mehr das Bewusstsein für die Gefahren und Risiken von Blaulicht wächst, desto mehr leicht zugängliche Lösungen entstehen.
Einfache, aber wirksame Lösungen gegen die schädlichen Wirkungen von Blaulicht
Wenn Sie den ganzen Tag vor dem Computer arbeiten, finden Sie hier 3 Übungen, die Sie ab heute anwenden können:
Alle 2 Stunden die Augen 20 Sekunden lang schließen und im Uhrzeigersinn kreisen lassen (oder ∞ zeichnen)
Die 20/20/20-Regel: Alle 20 Minuten eine Pause von 20 Sekunden einlegen und dabei auf einen Punkt in 20 Fuß Entfernung schauen (etwa 6 Meter)
Die Augenlinse trainieren: einen Stift vor sich halten, ihn 5 Sekunden lang betrachten, dann in die Ferne schauen und die Übung in unterschiedlichem Tempo wiederholen
Auch die Ernährung hilft, die Sehkraft und die Gesundheit der Augen zu verbessern und das AMD-Risiko zu senken: Spinat, Karotten, Fisch, Zitrusfrüchte, Avocados oder Mandeln werden wegen ihres Gehalts an Zink, Eisen, Omega-3 oder Antioxidantien empfohlen.
Was die Wirkung von Blaulicht auf den Schlaf betrifft, wurden äußerst positive Effekte nachgewiesen, wenn man einige Stunden vor dem Schlafengehen eine Brille trägt, die kurzwelliges Licht filtert: auf den Melatoninspiegel, das Einschlafen und die Schlafqualität.
Bildschirme mindestens 1 Stunde vor dem Schlafengehen reduzieren oder ganz weglassen: Auch das ist ein guter Weg, um Schlafstörungen und Schlaflosigkeit zu vermeiden. Das ist allerdings manchmal leichter gesagt als getan...
Blaulichtfilter-Gläser
Die langfristig wirksamste Lösung gegen das Blaulicht von Bildschirmen bleibt eine Brille mit Gläsern, die Blaulicht filtern.
Diese Gläser filtern das Licht von Bildschirmen und verringern deren Wirkung auf das Auge, indem sie einen großen Teil des Blaulichts herausfiltern.
Wie? Dank eines leichten Farbfilters, der das Blaulicht ausgleicht und so die blau-violetten Wellen reflektiert, die der Netzhaut schaden.
Ganz einfach: Diese Gläser sind für Blaulicht, was Sonnenbrillengläser für UV-Strahlen in der prallen Sonne sind. Doch wie bei Sonnenbrillengläsern hängt die Qualität von Gläsern, die blau-violettes Licht filtern, vom Hersteller ab.
Im Fokus: die Nooz-Gläser mit optimalem Schutz und kaum getönt
Die Gläser von Nooz Optics filtern 99 % der Wellenlängen von 380 bis 410 Nanometern, 80 % der Wellenlängen von 420 Nanometern und 40 % der Wellenlängen von 430 Nanometern (der schädlichsten Wellenlänge)

Nooz-Gläser zeichnen sich durch eine hohe Filterleistung aus und gehören derzeit zu den wirksamsten auf dem Optikmarkt.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Tönung der Gläser: Unsere Blaulichtfilter-Gläser sind kaum getönt und im Gegensatz zu vielen Gläsern dieser Art fast unsichtbar. Von Natur aus und um seine Funktion zu erfüllen, ist ein solches Glas nämlich gelb getönt, was leider wenig ästhetisch wirken kann.
Schließlich verfügen die Gläser von Nooz Optics über eine sehr wirksame Entspiegelung, die den Komfort im Alltag verbessert.
Die schädlichen Wirkungen von Blaulicht zu bekämpfen ist dringend, denn sie stellen ein Problem für die öffentliche Gesundheit dar. Zum Glück haben wir, auch wenn wir den Platz von Bildschirmen in unserem Leben nicht drastisch verringern können, inzwischen wirksame Mittel, um uns vor einer Überbelastung durch Blaulicht zu schützen.